Eine Reise in den Amazonas ist immer auch ein kulinarisches Erlebnis...
...geprägt durch eine grandiose Vielfalt an Naturprodukten. Eine Reise allein reicht nicht annähernd aus, um alles auszuprobieren, was der Amazonas an Gaumenfreuden zu bieten hat. Daher kann auch diese kurze Übersicht nur eine subjektive Überblick vermitteln. Eine Besonderheit des Amazonas ist die große Artenvielfalt bei gleichzeitigem Mangel an Quantität. Darum ist es auch so schwierig, das vielfältige Angebot an Früchten und anderen Naturprodukten kommerziell in größerem Stil zu vermarkten. Die meisten Erzeugnisse sind daher nur regional bekannt und zu bekommen.
Früchte Da es im Amazonas immer feucht und heiß ist, muss man viel trinken, was in diesem Fruchtsaft-Paradies zum Genuss wird. Nur einige der bekanntesten: Cupuaçu, Cajú (von denen sind die Cashew-Nüsse), Abacaxi (Ananas), Acerola, Goiaba, Laranja (Orange), Maracujá, Taperebá, Graviola, Mango, Araçá und und und...
Eine weitere Besonderheit ist die Guaraná, eine kleine, sehr harte Nuss, die zu Pulver gemahlen in diverse Fruchtsäfte gemixt wird. Guaraná enthält zehnmal mehr Koffein als Kaffee, jedoch in einer viel magenfreundlicheren Variante. Viel gerühmt wird das Pulver auch als Aphrodisiakum.
Dann gibt es da noch die vielen Palmfrüchte wie die Kokosnuss, deren Wasser kalt getrunken äußerst erfrischend ist. Der Saft der Palmfrucht Açaí ist sehr nahrhaft, von der Frucht der Buriti-Palme wird eine Art Wein gemacht, die Früchte der Palmen "Tucumã" und "Pupunha" sind ölhaltig und sehr nahrhaft.
Nicht zu vergessen natürlich Caipirinha, gemixt aus dem traditionellen Cachaça, dem Zuckerrohrschnaps und den Limonen, die es hier im Überfluss gibt. Bei unserer Schiffstouren kommt das Eis zur Caipirinha aus der schiffseigenen Tiefkühltruhe, die Limonen sammeln wir am Ufer.
Aus einer zweiten Schiffskühltruhe - sie steht oben auf dem Oberdeck in der Bar - kommt dann das kalte Bier, in ganz Brasilien de facto das Nationalgetränk, bei diesen Temperaturen ein ganz besonderes Erlebnis.
Fisch Klar, daß im größten Flussgebiet der Erde Fisch eine zentrale Rolle in der Ernährung spielt. Auch hier gilt - wie in der ganzen Natur des Amazonas - das Prinzip der Artenvielfalt. Die Zubereitung von Fisch erfolgt nach drei Arten: Die Fischsuppe (Caldeirada), hierbei wird der Fisch gekocht, zusammen mit viel Zwiebeln und diversen Kräutern, gebraten ("frito") in der Pfanne und auf die klassische Art gegrillt ("na brasa"). Auf diese Art essen Sie den Fisch, wenn Sie bei einer unserer Flussreisen oder Expeditionen beim Lagerfeuer am Flussufer sitzen und den - manchmal auch selbstgefangenen - Fisch grillen. Dazu gibt es dann das tausendstimmige Gratiskonzert des nächtlichen Regenwaldes.
Fleisch Wer ein gutes Rindersteak schätzt, kommt auch hier seine Kosten, und das zu erstaunlich niedrigen Preisen, wie überhaupt die Kosten Ihrer Amazonasreise: Die sicherlich etwas höheren Kosten für die lange Anreise nach Manaus kompensieren sich zu einem großen Teil durch die sehr günstigen Preise für Essen und Trinken. [siehe Tipps zur Anreise...]
Nachspeisen und Süßigkeiten Aus vielen Früchten werden leckere "Cremes" zubereitet, so zum Beispiel aus Cupuaçu und Maracuja. Dann findet sich auch oft der klassische Pudding und der Bolo (Kuchen) de Macaxeira. Macaxeira gehört zur Gattung der Maniokwurzel, im spanischen Sprachraum auch als Yucca bekannt. Maniok ist das wichtigste Nahrungsmittel der Amazonasregion. Die aufwendige und interessante Zubereitung des Maniokmehls "Farinha" lernen Sie bei unseren Schiffsreisen und Bootstouren kennen.
Dieser kurze Überblick ist natürlich unvollständig und vermittelt nur einen ersten Eindruck. Selbst vielgereiste Amazonaskenner werden immer wieder neue Früchte und neue Varianten entdecken.